Rückblick 2008

Vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bayerischer Staatsregierung und BBB wird fortgesetzt

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Bayerischen Staatsregierung und dem Bayerischen Beamtenbund wird auch in Zukunft fortgesetzt, vereinbarten Staatssekretär Franz Josef Pschierer und der Vorsitzende des Bayerischen Beamtenbundes Rolf Habermann bei ihrem ersten Zusammentreffen im Bayerischen Finanzministerium in München.

Der offene Austausch der Positionen habe sich bei der Erarbeitung der Eckpunkte für „Das Neue Dienstrecht in Bayern“ hervorragend bewährt. Hieran gelte es anzuknüpfen. Wie Pschierer betonte, sei die Dienstrechtsreform auf einem guten Weg. Erste Umsetzungsmaßnahmen werde es bereits in den Haushalten 2009/2010 geben. Habermann wies darauf hin, dass es ein „ganzes Paket“ weiterer Fragen zu lösen gelte, wie die Arbeitszeit, die bei den Beamten nach wie vor bei 42 Stunden liege, die Ende 2009 auslaufende Altersteilzeit und die Besoldungserhöhung des nächsten Jahres. Man war sich einig, diese Fragen im Zusamenhang zu sehen und zu Beginn des neuen Jahres anzugehen.

 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen vom 18. Dezember 2008



Hauptflussmeister a.D. Max Loher (76) gestorben

Er war stets gut gelaunt, sein Schicksal, das ihn seit 1999 an den Rollstuhl fesselte, ertrug er geduldig.

Am Montag den 10. November 2008 ist unser Kollege Max Loher nach schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben.

Eingetreten in die Wasserwirtschaftsverwaltung im April 1958 zum Straßen -und Wasserbauamt Pfarrkirchen, hat er nach Ausbildung und Prüfung am 10. August 1961 die Ernennung zum Flussmeister erhalten.

Sein Beruf brachte den am 11. August 1932 im Rottal Niederbayern Geborenen im April 1962 nach Plattling als Leiter der dortigen Flussmeisterstelle.

Zu seinen zahlreichen Aufgaben gehörte der Unterhalt der Isar im Landkreis Deggendorf sowie die Instandhaltung und Überwachung der umfangreichen Hochwasserschutzanlagen.

Max Loher leitete die Flussmeisterstelle Plattling des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf mehr als 35 Jahre. Nach Vollendung des 65. Lebensjahres trat er am 01. September 1997 in den wohlverdienten Ruhestand.

Neben seinem Beruf hat sich Herr Loher ehrenamtlich engagiert. Über einem Dutzend Vereine gehörte der rührige Kollege an, wirkte von Mai 1978 bis April 1990 auch im Plattlinger Stadtrat.

Seit seiner Ernennung zum Flussmeister war er Mitglied in unserem Berufsverband, zwölf Jahre davon aktiv in der Landesvorstandschaft.

Herr Loher hat unserem Berufsstand alle Ehre erwiesen, sei es an seiner Dienststelle oder als Mitstreiter in seinen vielen Ehrenämtern.

Lieber Max, wir haben Dir viel zu verdanken, Deine Kolleginnen und Kollegen werden Dir stets ein ehrendes Gedenken bewahren.



Tarifrunde 2009

Damit läuft auch der Countdown für die bayerischen Beamten

Mit der heute verkündeten Tarifforderung 2009 hat auch der Countdown für eine Besoldungsanpassung der bayerischen Beamtinnen und Beamten begonnen. „Das Ergebnis der Verhandlungen wird eine wichtige Richtschnur für die von uns längst geforderte Erhöhung sein“, erklärt Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB). „Die Beschäftigtengruppen müssen in punkto Arbeitszeit und Bezahlung endlich wieder gleichgestellt werden!“.

Die heute aufgestellte Forderung betrifft die rund 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Als einer von mehreren Indikatoren der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung wird das Tarifergebnis auch Auswirkungen für die ca. 200.000 Beamtinnen und Beamten sowie die 100.000 Versorgungsempfänger in Bayern haben.  

Spätestens wenn das Tarifergebnis vorliegt, muss Bayern dafür sorgen, dass die Gleichbehandlung der Beschäftigtengruppen in Sachen Arbeitszeit und Bezahlung wieder hergestellt wird. „Es stört das Arbeitsklima, wenn hier Unterschiede zwischen Angestellten und Beamten bestehen“, erläutert Habermann. Im Bereich der Arbeitszeit wurde der Gleichklang von der Bayerischen Staatsregierung einseitig aufgekündigt. Das muss bei der kommenden Besoldungsanpassung berücksichtigt werden“, verlangt der BBB-Chef. Bayerns Beamte arbeiten seit 1994 länger als die Tarifbeschäftigten. Zuletzt wurde ihre Arbeitszeit im Jahr 2004 auf bis zu 42 Stunden pro Woche ausgedehnt.

 Beamte haben einen gesetzlich verankerten Anspruch darauf, dass ihre Besoldung entsprechend der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse unter Berücksichtigung der mit den Dienstaufgaben verbundenen Verantwortung regelmäßig angepasst wird. Das hat die Bayerische Staatsregierung auch in den Eckpunkten für ein Neues Dienstrecht in Bayern niedergeschrieben. „Nach dem Aufschwung der ersten Jahreshälfte 2008 ist ein Handeln mehr als überfällig“, stellt Habermann klar. Dabei müssen die bayerischen Besonderheiten, insbesondere die längere Arbeitszeit berücksichtigt werden. „Eine Eins-zu-eins-Übertragung des Tarifergebnisses reicht dazu nicht!“, so der Vorsitzende.

Angesichts der dargestellten Zusammenhänge werden die Beamtinnen und Beamten in Bayern die Tarifverhandlungen mit großer Aufmerksamkeit verfolgen und ihre angestellten Kolleginnen und Kollegen bei allen notwendigen Maßnahmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.

(Dienstag 09. Dezember 2008)

 


Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst: Tarifrunde 2009

Am Dienstag gehen alle Blicke nach Berlin

Wenn am Dienstag in Berlin die Tarifforderung 2009 für die Tarifbeschäftigten der Länder verkündet wird, ist das auch für die bayerischen Beamtinnen und Beamten interessant. „Den Tarifverhandlungen kommt eine wichtige Signalwirkung für den Beamtenbereich in Bayern zu!“, betont Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB). Der BBB fordert auch hier eine deutliche Anhebung der Besoldung im Jahr 2009.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat uns eine sehr komplizierte Situation beschert“, erläutert Habermann. Zum einen werden im Tarifbereich die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten einerseits des Bundes und der Kommunen und andererseits der Beschäftigten der Länder getrennt festgelegt. Für die Beamten (sowohl des Landes als auch der Kommunen) ist jedes Land gesondert zuständig. Der Bund trifft Regelungen ausschließlich für seine Beamten.

Eine Anhebung für die bayerischen Kommunaltarifbeschäftigten wurde bereits im Frühjahr 2008 beschlossen. Nun stehen die Landestarifbeschäftigten der 16 Bundesländer an. „Sobald ein Ergebnis vorliegt, ist der letzte Indikator gegeben, der auch eine Anpassung der Besoldung durch die Bayerische Landesregierung nach sich ziehen muss“, verlangt Habermann.

 "Wir haben deutlichen Nachholbedarf“, so der Vorsitzende. Den bayerischen Beamten sei bisher trotz ihres gesetzlich verankerten Anspruchs die Teilnahme am Aufschwung der ersten Jahreshälfte 2008 verwehrt worden. Zwar sei die letzte Anpassung im Oktober 2007 um 3 % im Bundesvergleich in Höhe und Zeitpunkt einmalig gewesen. Die anschließende wirtschaftliche Entwicklung – wie die zeitweise über die 3%-Hürde gestiegene Inflationsrate – habe sie aber weitgehend wirkungslos werden lassen. Stattdessen müssen sie sich immer noch mit längeren Arbeitszeiten abfinden – nicht nur gegenüber dem Tarifbereich, sondern auch gegenüber den Beamten in anderen Ländern. Insgesamt müssen bei der Besoldungsanpassung die bayerischen Besonderheiten berücksichtigt werden. „Keinesfalls dürfen in diesem Bereich alle Länder gemeinsam über einen Kamm geschoren werden“, verlangt der Vorsitzende.

 „Die Gespräche der kommenden Monate werden zeigen, was der Politik der wichtige Standortfaktor „Öffentlicher Dienst“ wert ist. Gute Arbeit verlangt gute Bezahlung!“, so der BBB-Chef.

(Montag 08. Dezember 2008)



Fortbildungsveranstaltung der schwäbischen Flussmeister am 17.09.2008 in Kaufbeuren.

Am 30.09.2008 schloss die Flussmeisterstelle Kaufbeuren ihre Pforten. Das 1962 errichtete Gehöft wird im nächsten Jahr über Immobilien Bayern verkauft. Viele Kollegen kannten den Bauhof nicht, daher bot es sich an die Flussmeisterstelle und das bisherige Aufgabengebiet vorzustellen. In der Anfangszeit war ein Großteil des Jahres mit Faschinenbau ausgefüllt. Es galt den Wildfluss Wertach zu bändigen und den Grüntensee zu unterhalten. Im lauf der Jahre kamen mit den Gewässern Zweiter Ordnung, dem Rottachsee und diversen Hochwasserfreilegungen immer neue Aufgaben hinzu während der Personalstand kontinuierlich sank. Die Verwaltungsreform erforderte eine Reduzierung der Flussmeisterstellen um für die Zukunft tragfähige Strukturen zu schaffen.

Anschließend besichtigten wir das Bayerische Wertstoff-Zentrum in Pforzen. Die vollautomatische Gewerbemüll Sortieranlage wurde in einer ehemaligen Kiesgrube errichtet. Dadurch werden weniger Folien und leichte Stoffe mit dem Wind auf angrenzende Flächen verfrachtet. Die Anlieferung und der Arbeitsprozess sind Abwasserfrei, kritisch ist die Regenwasserbeseitigung der Verkehrsflächen zu betrachten, die stark staubbelastet sind. Neben der Abwasserbeseitigung des Verwaltungsgebäudes und der Betriebstankstelle ist die Löschwasserbeseitigung ein wichtiges Thema, da es in den ersten zwei Betriebsjahren wiederholt gebrannt hat.


Nach dem gemeinsamen Mittagessen besprachen wir Verbands Angelegenheiten und wählten unseren Kollegen Martin Merk zum neuen Bezirksvorsitzenden. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für die künftige Aufgabe.

Am Nachmittag besichtigten wir den Neubau der Hochwasserfreilegung in Pforzen und diskutierten die Ausführung. Bemängelt wurde der Deichhinterweg der als Sackgasse ohne Wendeplatte endet. Zudem fehlt ein Deichkronenweg und die Kronenbreite beträgt nur zwei Meter. Dadurch ist eine Unterhaltung mit modernem Großgerät nicht möglich und der Unterhaltungsaufwand erhöht sich.

Das Veranstaltungsecho der Kollegen war durchweg positiv und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch wurde rege genutzt.


Fortbildungsveranstaltung der mittelfränkischen Flussmeister

Hallo liebe Leserinnen und Leser,


Wir, die mittelfränkischen Flussmeister/-innen führten am 13.11.2008 an der Flussmeisterstelle Rothsee unsere diesjährige Bezirksversammlung durch.

Doch bevor ich über den Verlauf der Tagung berichte, möchte ich Ihnen ein paar Informationen über den Rothsees nicht vorenthalten.

Der Rothsee ist mit 2,1 Quadratkilometern Wasserfläche das größte Naturbadegewässer im Landkreis Roth. Er gliedert sich in zwei Teile, der Vorsperre mit einer Größe von 50 ha, davon sind ca. 20 ha Naturschutzgebiet und der Hauptsperre mit 160 ha, davon sind etwa 10 ha Naturschutzgebiet. Ein schöner Rad- und Wanderweg lädt auf einer Länge von etwa 12 Kilometern zum Umrunden des Rothsees ein. Es stehen viele Freizeit- und Erholungsanlagen rund um den See für den Besucher bereit.


Entstehungsgeschichte:


Während der Süden Bayerns über ein ausgeglichenes und reichhaltiges Wasserdargebot verfügt, führen ungünstige geologische Voraussetzungen und geringe Niederschläge in Nordbayern zu Wassermangel. Um diese wasserwirtschaftlichen Unterschiede auszugleichen, wurde in den letzten Jahrzehnten ein überregionaler Wasserausgleich vom Donau- zum Maingebiet geschaffen.








Wichtige Daten:


16.07.1970

Der Bayerische Landtag beschließt, "die zur Überleitung von Altmühl- und Donauwasser in das Regnitz - Main - Gebiet erforderlichen Bauwerke zu errichten".

18.10.1975

Gründung des Zweckverbandes Rothsee mit den Mitgliedern Bezirk Mittelfranken, Landkreis Roth und den Anliegergemeinden Allersberg, Hilpoltstein und Roth.

Die wichtigsten Aufgaben des Zweckverbandes sind:

Bauleitplanung im Rothseegebiet

Sicherstellung der Abwasserbeseitigung

Bau und Unterhaltung von Erholungseinrichtungen am See.

ab 1978

Gruppenflurbereinigung Rothsee - Thalmässing, u. a. mit den Teilnehmergemeinschaften Hilpoltstein, Eckersmühlen, Birkach, Göggelsbuch, Brunnau und Allersberg. Die Planungen und Ausführungen dauerten rund 20 Jahre.

1985 – 1990

Bau der Rothsee - Vorsperre. Es erfolgte die Umsiedlung der Bewohner von Hasenbruck und Fischhof.

1985 – 1992

Bau der Rothsee - Hauptsperre

Bau des letzten Teilstücks des Main-Donau-Kanals zwischen Roth und Kehlheim.

13.10.1993

Abschluss der Flutung der Hauptsperre

Nun aber zurück zur Tagung:

Die Fort- und Weiterbildung fand im Sitzungs- und Vortragssaal der Flussmeisterstelle statt.

Unser diesjähriges Treffen stand ganz im Zeichen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit.


Die Referenten:

Herr Hemrich, 2.Vorsitzender des Bund der Flussmeister Bayerns,

Herr Wolkersdorfer, Fachkraft für Arbeitssicherheit am WWA Nürnberg und WWA Weiden und Herr Ullmann, selbstständiger Elektromeister.


Die Tagung eröffnete Herr Hemrich mit aktuellen Neuigkeiten aus der technischen Gewässeraufsicht und einem Jahresrückblick seitens des Verbandes.

Der Schwerpunkt lag dabei auf der Kläranlagenüberwachung, Flussmeisterausbildung und unserer Verbandszeitung. Des Weiteren wurden die Neuerungen der Homepage besprochen.

Gleich im Anschluss daran begann Herr Wolkersdorfer mit seinem Vortrag „Rolle und Pflichten des Flussmeisters“ bei der Gefährdungsbeurteilung. Dazu wurden uns die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen und Begriffe der Arbeitsschutzgesetze, die im Zusammenhang zur Gefährdungsbeurteilung stehen, vermittelt. Die Umsetzung einer solchen Beurteilung und die Frage, welche Maßnahmen dazu getroffen werden müssen, wurden anhand von Beispielen aufgezeigt.

Nach der Mittagspause hatte Herr Ullmann mit seinem Thema „Elektrosicherheit auf Baustellen und Bauhöfen“ unsere volle Aufmerksamkeit.

Da es sich hierbei um ein sehr umfangreiches Themengebiet handelt, konnten wirklich nur kleine Teilgebiete der Vorschriften besprochen werden.

Beim Hauptthema Schutzvorrichtungen bei Nass- und Trockenbau, sowie bei Ersatzstromerzeuger, wurde speziell auf Prüfung und Kontrolle der Geräte Wert gelegt. Des Weiteren wurde erklärt, wie Schutzeinrichtungen wirken und worauf beim Betrieb geachtet werden sollte (Trenntransformatoren, FI- Schutzschalter).

Mit praktischen Beispielen, wie Arbeiten an Pegelhäusern oder Wehranlagen, wurde der Vortrag abgerundet. Die anschließenden, lebendig geführten Diskussionen ließen die Zeit wie im Flug vergehen.



Von der wilden Isar und der gemütlichen Vils

Von Susanne Wax

Landau/Dingolfing.

Das Flussufer ist sein Revier. Wo die Bäume ihre Äste tief über die Wasseroberfläche neigen, wo sanfte Wellen über Steine plätschern, wo Mauern den Flusslauf in ein gerades Korsett gedrängt haben: Ewald Ammer kennt die vielen Gesichter, die Isar und Vils hier im Landkreis haben. Er muss das, es ist sein Beruf. Der 41-Jährige ist Flussmeister. Für 25 Kilometer Isar und 45 Kilometer Vils ist er zuständig: Ein Beruf, der ebenso viel mit Natur wie mit Technik und Umweltschutz zu tun hat. Ein Beruf, den Ewald Ammer liebt.

Ich hätte nie gedacht, dass es genau so einen Beruf gibt. Ich bin in der Natur, ich habe mit Menschen zu tun und es gibt immer neue Herausforderungen.“ Flussmeister: Kaum einer kann sich darunter etwas Genaueres vorstellen. „ Wenn ich privat gefragt werde, was ich arbeite und sage, dass ich Flussmeister bin – da hat noch niemand sich auf Anhieb etwas darunter vorstellen können.“

Eine „Sonderlaufbahn im mittleren Dienst“ absolviert man als Flussmeister. Zwei Jahre hat Ammers Ausbildung gedauert, inzwischen kann man sie in 15 Monaten machen. Vorraussetzung ist eine vorherige Technikerausbildung: Ewald Ammer hat früher im Hoch-und Tiefbau gearbeitet. Nach vier Jahren bei der technischen Gewässeraufsicht trat er seine Arbeit als Flussmeister des Landkreises Dingolfing-Landau an. Die Stelle ist angegliedert ans Wasserwirtschaftsamt Landshut und dem Umweltministerium unterstellt.

Das romantisch verklärte Bild, mit dem ein Flussmeister oft dargestellt wird, will Ewald Ammer gleich einmal bereinigen: „ Im Fernsehen habe sie letztens einen gezeigt, der mit seinem Boot auf dem Fluss dahin rudert und das Ufer angeschaut hat. Das ist ein Klischee. Man schaut sich die Ufer schon mal vom Wasser aus an, aber nur etwa einmal im Jahr.“

Die meiste Zeit hält sich der Flussmeister nicht auf dem, sondern am Wasser auf. So gut er jede Stelle entlang am Ufer kennt, so perfekt muss Ewald Ammer mit der komplizierten Mechanik der Stauanlagen umgehen können. Die Wartung der Triebwerke und Schleusen, das ständige Prüfen der Deiche, die Instandhaltung der Hochwasserschutz-Anlagen: Das steht außerdem ganz oben auf seiner Aufgabenliste. Baumstämme, die den Abfluss verhindern, gilt es zu entfernen. Deiche, die von Pflanzen überwuchert werden, zu mähen.

Ewald Ammer ist stetig in Kontakt mit den Gemeinden, die er bei der Ufergestaltung und Grundstücksangelegenheiten berät. Mit dem Fischereiverband spricht er Maßnahmen ab, die Fischbestände sichern. Ebenso fragen Anwohner den Flussmeister um Rat: Kann die übergroße Staude am Fluss entfernt werden? Wird der Damm bei Hochwasser halten? Engen Kontakt hat Ammer auch zur Naturschutzbehörde: „Die beraten mich, an welchen Stellen man in der Brutsaison Enten stören könnte, wann genau die Fischlaichzeit ist und wo man den Schmetterlingen zu Liebe Gras stehen lassen soll.“

So vielseitig Ewald Ammers Beruf ist, so alt ist er auch. „ Im 17.Jahrhundert gab es an den Grenzen entlang von Flüssen Häuschen, in dem einer drin gesessen ist und die Boote abkassiert hat. Daraus entstand der Beruf“, erzählt Ewald Ammer. Den Flussmeister gebe es inzwischen nurmehr in Bayern: „Im übrigen Deutschland übernehmen die Aufgaben die Kommunen, meist der Bauhof. In Österreich haben sie so genannte Strommeister.“

210 Flussmeister gibt es bayernweit. Damit ist der Berufsstand verhältnismäßig klein.

Umso enger der Austausch: Im „ Bund der Flussmeister“ ist man wie in einer Gewerkschaft organisiert, hält sich gegenseitig auf dem Laufenden. „ Wir treffen uns zwei Mal im Jahr, einmal bayernweit, einmal die regionalen Kollegen“, sagt Ewald Ammer.

Seit einigen Jahren habe die Flussmeister ein neues Aufgabenfeld bekommen: Die Ökologie im Allgmeinen und die Renaturierung der Flussläufe im Speziellen. „ Der Flussmeister macht inzwischen eigentlich Umweltschutz. Wir machen ökologischen Wasserbau“, sagt Ewald Ammer. Seit geraumer Zeit sei es den Behörden ein Anliegen, die Flüsse wieder in ihren Urzustand zurück zu versetzen: „ Was man in den 70ern mit Mauern begradigt hat, will man jetzt wieder möglichst natürlich haben. Früher wollte man alles technisch machen, den Lauf genau steuern. Nun will man Flüsse herausholen aus ihrem starren Korsett.“

Im Landkreis sei bisher wenig in dieser Hinsicht geschehen – das soll sich ändern. „ Die nächsten Jahre wird es meine Aufgabe sein, die Vils durchgängig natürlich zu gestalten.“ So soll es weitläufig Ufer geben, die mit Weiden verbaut sind. „ Denn durch die Wurzelbildung befestigt man das Ufer. Und dennoch kann das Wasser sich auf natürliche Weise seinen Weg suchen. Wenn man dem Fluss Platz lässt, ist das optimal.“

Im Zuge der Renaturierung schaut  Ammer sich auch um, wo Fischaufstiegshilfen nötig wären. „ An Staustellen oder Gefällen können Fische oft nur in eine Richtung wandern. Das bedeutet, dass bestimmte Fischarten am manchen Stellen gar nicht mehr vorkommen. Mit Aufstiegshilfen kann man die Bestände erhalten“, erklärt Ewald Ammer.

Wie in vielen Berufen hat auch ein Flussmeister sich zunehmend mit Bürokratie zu befassen: „ Es wird immer mehr Verwaltungsaufwand. Inzwischen bin ich die Hälfte der Zeit im Büro.“ Seinen Papierkram erledigt Ammer alleine, früher war jemand dafür angestellt. Der 41-Jährige hat noch einen Kollegen: Ulrich Menacher, der sogenannte „ trockene Flussmeister“.

Er ist hauptsächlich für die technische Gewässeraufsicht zuständig. Die Einhaltung der Wassergesetze, der Schutz des Grundwassers, Vorsichtsmaßnahmen bei Unfällen mit giftigen Stoffen: Das fällt unter sein Aufgabenfeld. Ein Team aus neun Personen unterstützt die Flussmeister außerdem: Gelernte Mauer, Schreiner und Elektriker, die die laufenden Arbeiten draußen verrichten.

Ewald Ammer war selbst erst „trockener“, bevor er „nasser Flussmeister“ wurde. „ Für mich gibt es keinen schöneren Beruf“, betont er. Naturverbunden sei er, der an der Aitrach aufgewachsen ist, immer schon gewesen. Ein Fluss habe sein eigenes Wesen, erklärt er, seinen eigenen Charakter. Und so hat er die zwei Landkreis-Flüsse schon ganz genau kennen gelernt. „Die Isar ist wilder. Sie ist ein Gebirgsbach, da ist mehr Geschiebe drin. Die Vils fließt gemächlicher dahin, gemütlicher. Sie ist ein Bach aus dem flachen Land. Da sind andere Fischarten drin.“

Eine Besonderheit im Landkreis sei der Vilstalstausee. Ein Eldorado für Surfer, Angler, Radfahrer und Wanderer – und ein Sicherheitsfaktor. „Bei drohendem Hochwasser ist es das perfekte Rückhaltebecken“, sagt Ewald Ammer. In Hinsicht auf Überflutungen sei sein Zuständigkeitsbereich gegenüber anderen Landkreisen ein sicheres Pflaster. „Zum Glück. Ich hoffe, das bleibt so.  Man kann nie einschätzen, wie das nächste Hochwasser verlaufen wird. Toi toi toi „.

Landauer Presse vom. 01.10.2008


Bezirksfachtagung der unterfränkischen Flußmeister

Am 23.10.2008 fand auf Einladung des Bezirksvorsitzenden Michael Keilbach die Bezirksfachtagung der unterfränkischen Flussmeister in Karlstadt statt. Überschattet vom plötzlichen Tod unseres Kollegen Bernhard Kaufmann begann die Fachtagung mit einer Gedenkminute. Die Kollegen der Fachkundigen Stellen, der Flussmeisterstellen und der technischen Gewässeraufsicht erhielten durch den stellvertretenden Betriebsleiter der Firma Schwenk Zement eine fundierte Führung und Sachkenntnisse über die moderne Art der Zementherstellung.


Am Nachmittag begrüßte der Bürgermeister von Karlstadt, Dr. Paul Kruck ,seine ehemaligen Flussmeister und Kollegen, wie Heribert Januszewski von der Reg. v. Unterfranken, die beiden Behördenleiter der unterfränkischen Wasserwirtschaftsämter Michael Klüpfel und Stefan Thums im historischen Rathaussaal von Anno 1422.

Als Gast aus Schwaben stellte Kollege Erich Schmid die Tätigkeit der Redaktion „die Flußmeister“ vor. Sichtlich beeindruckt waren alle Teilnehmer von dem neuen Internetauftritt des BFB. Michael Keilbach informierte die Kollegen der Fachkundigen Stellen über den Stand der Petition. Der 2. Landesvorsitzende des BFB, Volker Hemrich teilte Aktuelles aus dem Verbandsgeschehens mit. Zum ersten Mal wird an der Flussmeisterstelle Stockstadt ein Wasserbauer in Kooperation mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt ausgebildet, teilte Dienststellenleiter Markus Wirth mit. Der Dank der unterfränkischen Flussmeister gilt den Organisatoren der Fachtagung und den Ehrengästen für ihre Teilnahme.


Bernhard Kaufmann ist verstorben

 Bernhard Kaufmann ist verstorben


Am 21.10.2008 ist unser Kollege Bernhard Kaufmann im Alter von 56 Jahren plötzlich und unerwartet von uns gegangen. Bernhard Kaufmann war 1952 geboren und absolvierte seine Ausbildung zum Flußmeister beim WWA Würzburg. Mit Bravur schloss er 1987 die Anstellungsprüfung zum Flußmeister ab. Lange Zeit leitete er den Gewässeraufsichtsbezirk der Stadt und dem Landkreis Würzburg. Mit der Gründung der Fachkundigen Stellen an den Kreisverwaltungsbehörden wechselte unser Kollege Bernhard Kaufmann zum Landratsamt Würzburg. Die Freude an seiner Arbeit zeigte sich in seinem unermüdlichen Einsatzwillen und den positiven Ergebnissen in seinem Aufgabenbereich. Sein Arrangement und die Berufseinstellung  wurden mit einer Leistungsprämie honoriert. Für den Bund der Flußmeister Bayerns war unser Kollege Bernhard bis 1997 Bezirksvorsitzender in Unterfranken und bis 2003 im Vorstand des BFB. Zuletzt war er maßgebend an der Petition der Fachkundigen Stellen beteiligt. Unsere Anteilnahme gilt der Familie und den Angehörigen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 


Verabschiedung des Ausschussvorsitzenden Henning Kaul, MdL

Im Rahmen einer Exkursion zum Isarplan mit Mitgliedern des Umwelt und Verbraucherausschusses des Bayerischen Landtags, verabschiedete sich der langjährige ausscheidende Ausschussvorsitzende Henning Kaul vom Isar-Plan beim Wasserwirtschaftsamt München.

Zum Abschluss gab es noch eine Bayerische Brotzeit in der Flussmeisterstelle München an der auch der scheidende Landtagsabgeordnete Helmut Guckert teilnahm.

Der Ausschussvorsitzende Henning Kaul überreichte als kleines Dankeschön dem Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamtes München, Herrn Dr. Klaus Arzet und Flussmeister Josef Gabereder ein kleines Präsent aus dem Bayerischen Landtag. Dr. Klaus Arzet und der Vorsitzende des „Bund der Flußmeister Bayerns“ Josef Gabereder bedankten sich für die langjährige Unterstützung und gute Zusammenarbeit.


v.l. Josef Gabereder, Henning Kaul, MdL und Dr. Klaus Arzet

v.l. Dr. Klaus Arzet, Helmut Guckert, MdL, Hermann Lutz, Henning Kaul, MdL, eine Mitarbeiterin des Umweltauschusses, Herr Pößl, Referent im Umweltausschuss des BYL, und Franz Mayer.



Erste weibliche Leiterin einer Flußmeisterstelle

Erste weibliche Leiterin einer FlußmeisterstelleMarion Große- Sudhues ist von unseren Kolleginnen die erste weibliche Leiterin einer Flußmeisterstelle. Marion Große- Sudhues stammt aus Beckum (Nordrhein- Westfalen). Sie absolvierte eine Ausbildung zur Hochbautechnikerin und bewarb sich anschließend beim damaligen WWA Freising, wo sie dann neben dem Arbeitsalltag die Prüfung zur Tiefbautechnikerin gemacht hat. Motiviert folgte die Ausbildung zum "Flußmeister", nach erfolgreich abgeschlossener Anstellungsprüfung 2007 zur Flußmeisterinn übernahm sie die  Flußmeisterstelle Freising mit ihren sechs Mitarbeitern. Der BFB gratuliert Marion zur neuen Dienststelle und wünscht ihr alles Gute und viel Erfolg!


Bundesverdienstkreuz für Flußmeister

Augsburg- Hohe Auszeichnung für Simon Bauer aus Sonthofen: Landwirtschaftsminister Josef Miller überreichte bei einem Festakt im Rokokosaal der Regierung von Schwaben in Augsburg das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. "Der Verdienstorden ist ein symbolischer Dank des Staates an seine Bürger für herausragendes Engagement", sagte der Minister in seiner Laudatio. Die Geehrten hätten sich in großartiger Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht. "Jede ehrenamtliche Tätigkeit über Berufspflicht und eigenen Nutzen hinaus ist dafür ein lebendiger Ausdruck", betonte Miller.

Simon Bauer hat sich als ehemaliger Leiter der Flußmeisterstelle Sonthofen weit über seine dienstlichen Aufgaben hinaus jahrelang für den Hochwasserschutz entlang der Iller eingesetzt. Nach dem Pfingsthochwasser 1999 initiierte der heute 68- Jährige das "Hochwasserschutzprojekt Obere Iller", die größte und bedeutendste Schutzmaßnahme dieser Art in Bayern. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2002 engagiert sich Baur für den Hochwasserschutz im oberen Allgäu.
(Quelle: Auszug Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten)


Erfolgreiche Jahrestagung 2008 in Ursberg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Jahrestagung 2008 im schwäbischen Ursberg war für die Außendarstellung unseres Berufsverbandes ein voller Erfolg.

Am meisten hat es die Vorstandschaft gefreut, dass so viele Kolleginnen und Kollegen an der Tagung teilgenommen haben, obwohl es für viele eine weite Anfahrt war.

Die Jahrestagung stand fast ganz unter dem Motto „Dienstrechtsreform“.

Dank an den stvtr. Vorsitzenden des Bayerischen Beamtenbundes Kollege Gerhard Sixt und den Ehrenvorsitzenden des BTB – Bayern Kollege Heribert Bittmann, die uns die wichtigsten Eckpunkte der Reform verständlich vorgestellt und erläutert haben.

Vom Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz war zum erstenmal Herr Ministerialrat Dr. Anton Steiner bei uns. Herr Dr. Steiner ist Nachfolger von Herrn Ministerialrat Karl Hafner, der in den Vorruhestand gegangen ist. Er überbrachte die Grüße des Abteilungsleiters Wasserwirtschaft im StMUGV Herrn Ministerialdirigent Dr. Ing. Grambow. Ministerialrat Dr. Steiner referierte ausführlich über die Zukunft der Technischen Gewässeraufsicht aus der Sicht der Abteilung Wasserwirtschaft im StMUGV.
Dr. Steiner hob vor allem die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Kollegen an den Fachkundigen Stellen hervor.

Weitere Ehrengäste waren der Landrat des Landkreises Günzburg, Hubert Hafner, Ewald Schmid, Bürgermeister der Gemeinde Ursberg, Ltd. Baudirektor Wolfgang Arnoldt, Leiter des Sachgebietes 52 bei der Regierung von Schwaben, Ltd. Baudirektor Wolfgang Schilling, Leiter des WWA – Donauwörth, Bernd Wucherpfennig und Thomas Boger vom StMUGV sowie der Vorsitzende der Straßenmeister in Bayern Martin Dick und Dieter Kessler, OAR a.D.

Bei allen Ehrengästen bedanken wir uns für die freundlichen Grußworte.

Mein Dank gilt nicht zuletzt den „fleißigen Schwaben“ um Paul Veit und Gerhard Bronnenmayer für die hervorragende Organisation der Tagung.

Bei unserem neuen „Zeitungsmacher“ Erich Schmid bedanke ich mich für seine erste Ausgabe recht herzlich, ich glaube sie ist sehr gut angekommen.

Kollege Vinzenz Ritter hat insgesamt zwölf Ausgaben herausgebracht, dafür nochmals herzlichen Dank.

Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn die Kolleginnen und Kollegen die nicht nach Ursberg kommen konnten, im nächsten Jahr wieder dabei sind.

Wenn wir alle weiter so zusammenhalten, dann ist mir um die Zukunft unseres Verbandes nicht bange.

Euer Sepp Gabereder


Anpassung der Wegstreckenentschädigung

Anpassung der WegstreckenentschädigungSehr geehrter Herr Staatsminister,

zunächst bitte ich um Verständnis, wenn ich schon jetzt mit aller Dringlichkeit an mein Schreiben vom 20. November des vergangenen Jahres erinnere, mit dem ich ausführlich begründet um eine rasche Anpassung der Sätze der Wegstreckenentschädigung nachgesucht habe. Diese duldet in der Tat keinen Aufschub.

Die Preise für Kraftstoff bewegen sich seit Monaten auf so hohem Niveau, dass die Beschäftigten bei jeder dienstlichen Benutzung ihres Privatfahrzeugs in beträchtlichem Ausmaß solche Dienstfahrten aus eigenen Mitteln mitfinanzieren. Das kann ihnen nicht länger zugemutet werden, zumal sich alle Experten darin einig sind, dass mit einer dauerhaften Absenkung der Kraftstoffpreise nicht zu rechnen ist; eher mit dem Gegenteil. Die Ihnen durch Art.25 BayRKG erteilte Ermächtigung, durch Rechtsverordnung die Wegstreckenentschädigung veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen, gebietet geradezu auf die geschilderte Situation zu reagieren. Denn es ist der Sinn dieser Bestimmung und all ihrer Vorgängerregelungen, flexibel und schnell für eine Anpassung sorgen zu können.

Ich bitte Sie deshalb sehr eindringlich, die Sätze der Wegstreckenentschädigung zukunftsbezogen deutlich anzuheben. Dabei sollte durchaus auch ein Ausgleich dafür einbezogen werden, dass die jetzt geltenden Sätze seit langem nicht mehr kostendeckend sind. Immer häufiger hören wir die Ankündigung von Betroffenen, ihre Privatkraftwagen nicht mehr für dienstliche Zwecke zur Verfügung zu stellen. Eine solche Konfliktsituation möchte ich gerne vermeiden.

Da die Steuerfreiheit für Wegstreckenentschädigungen nur bei einer Zahlung durch öffentliche Kassen gilt, wäre es wichtig, auch den steuerfreien Betrag für solche Entschädigungen von bisher 0,30 € deutlich anzuheben. Anderenfalls müssten ggf. Beschäftigte von Betrieben der öffentlichen Hand, die sich am Reisekostenrecht orientieren einen Teil der Zahlungen versteuern.

Sehr geehrter Herr Staatsminister, ich würde mich freuen, wenn wir bei der Wegstreckenentschädigung ein weiteres positives Signal für die Beschäftigten setzen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Rolf Habermann Vorsitzender


Erwin Huber Bayerischer Staatsminister der Finanzen händigte Bundesverdienstkreuz an Dipl.-Ing. (FH)

Erwin Huber Bayerischer Staatsminister der Finanzen händigte Bundesverdienstkreuz an Dipl.-Ing. (FH)Eine Anerkennung Ihres beispielhaften Einsatzes!“ - Mit diesen Worten händigte Finanzminister Erwin Huber die Ordensinsignien des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Dipl.-Ing. (FH) Heribert Bittmann aus Puchheim aus. Huber gratulierte bei der Feierstunde im Bayerischen Finanzministerium in München am Montag (11.02.) dem Geehrten herzlich zu dieser vom Bundespräsidenten verliehenen hohen Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl.

Der Geehrte gehörte, wie Huber in seiner Laudatio würdigte, 40 Jahre lang der Finanz- und Staatsbauverwaltung in Bayern an, wobei er sich weit überdurchschnittlich einbrachte und viele Projekte und Konzeptionen mit gestaltete. Daneben entfaltet er seit Jahrzehnten eine umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit. Bereits in den 50er/60er Jahren war er Vorsitzender der Jungen Aktion der Ackermann-Gemeinde in der Erzdiözese München und Freising. Hier galt sein Engagement der Pflege des kulturellen Heimaterbes, der Informations- und Bildungsarbeit. Später war die politische Bildung zentraler Schwerpunkt der Jugendarbeit. Daneben wirkte er in mehreren Pfarrgemeinderäten und als Mitglied des Diözesanvorstandes der Ackermann-Gemeinde.

Von 1970 bis 1998 war er zunächst stellvertretender, dann Landesvorsitzender des Verbandes der Ingenieurbeamten in Bayern. Besonders hob Huber seinen umfangreichen, jahrzehntelangen Einsatz im Bayerischen Beamtenbund e.V. hervor. Er war von 1972 bis 2002 Mitglied des Hauptvorstandes, darüber hinaus stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Dienstrecht und Beisitzer in der Kommission für Besoldung sowie in der Kommission für Bildungsfragen. Unter Zurückstellung eigener Interessen und Inkaufnahme erheblicher Belastungen stellte er sich in den Dienst der gewerkschaftlichen Arbeit zum Wohle der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bayern.

Mit der ihm eigenen Zielstrebigkeit und Tatkraft baute der Vorgeschlagene die von ihm mitbegründete Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaften im öffentlichen Dienst auf, den Bund der technischen Beamten, Angestellten und Arbeiter (BTB), und stand ihr von 1971 bis 2001 als Landesvorsitzender vor. Seit 1972 gehört er als stellvertretender Bundesvorsitzender der Bundesleitung dieser Gewerkschaft an. Ferner hat er sich ab 1968 als Beisitzer im Kreisvorstand der Christlich Sozialen Arbeitnehmer-Union, im Landesvorstand des Arbeitskreises Öffentlicher Dienst und im Arbeitskreis der Union der Vertriebenen engagiert.

(Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium der Finanzen vom 11.02.2008 Nr. 034/2008)


Flussmeister bei Umweltminister Dr. Bernhard

Flussmeister bei Umweltminister Dr. BernhardBei einem kurzfristig anberaumten Gespräch informierte sich Umweltminister Dr. Otmar Bernhard über die Situation der Flussmeister. Die Abteilung Wasserwirtschaft im StMUGV war durch MR Theo Schlaffer vertreten.

Der Landesvorsitzende des Bundes der Flussmeister Bayerns Josef Gabereder ging dabei auf den Stellenabbau in der Wasserwirtschaftsverwaltung und insbesondere bei den Flussmeisterstellen ein.

Durch die zum großen Teil nicht mehr mögliche Wiederbesetzung von Ingenieurstellen bis hin zu den Wasserbauarbeiterstellen an den Flussmeisterstellen geht der Verwaltung viel historisches Wissen verloren.

Ein Einstellungskorridor für die Wasserwirtschaftsverwaltung sowie eine Streckung des Stellenabbaues um ein paar Jahre könnte die derzeitige Situation etwas entschärfen.

Zum Thema Dienstrechtsreform wies Josef Gabereder vor allem auf die externe Ausbildung der Ingenieure, Techniker und Meister hin. Er zeigte Minister Dr. Bernhard die vorgegebenen Voraussetzungen für die Laufbahn der Flussmeister auf.

Als weitere Eckpunkte zur Dienstrechtsreform wurden noch die Straffung der Laufbahngruppen und die Leistungskriterien angesprochen.

Abschließend bedankte sich Josef Gabereder bei Staatsminister Dr. Bernhard für die Reduzierung der Wiederbesetzungssperre von zwölf auf drei Monate durch den Bayer. Landtag.


Verabschiedung von Herrn Regierungsdirektor Johann Eder

Verabschiedung von Herrn Regierungsdirektor Johann Eder Am 31. Januar verabschiedete BFB-Landesvorsitzender Josef Gabereder im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit Herrn Regierungsdirektor Johann Eder, der in den Ruhestand versetzt wurde.

Gabereder bedankte sich im Namen aller Flussmeisterinnen und Flussmeister für die jahrelange Unterstützung und Verdienste zum Wohle unseres Verbandes. Herr Eder hatte stets ein offenes Ohr wenn es um Beförderungsstellen der Flussmeister ging.

Wir wünschen Herrn Eder einen schönen Ruhestand, vor allem viel Glück und Gesundheit.